Markt & PreiseMeldung
WohnBarometer: Bestandsmieten bei 9,01 Euro, Nachfrage in Städten steigt um 7 Prozent
Die bundesweite Angebotsmiete für Bestandswohnungen liegt im dritten Quartal 2026 bei 9,01 Euro je Quadratmeter, für Neubau bei 13,42 Euro, meldet das ImmoScout24 WohnBarometer. Zwischen München (über 20 Euro) und Leipzig (unter 10 Euro) liegen bei 70 Quadratmetern rund 800 Euro im Monat. Die Nachfrage verlagert sich zurück in die Städte: plus 7 Prozent in kreisfreien Städten, rückläufig im Umland.
Von Annika Feldhaus, Redaktion Die Immolage: Markt, Regeln, Projekte, Finanzierung, Köpfe der Immobilienwirtschaft

Das WohnBarometer von ImmoScout24 für das dritte Quartal 2026 zeigt einen Mietmarkt, der sich zurück in die Städte bewegt. Bundesweit liegt die Angebotsmiete für Bestandswohnungen bei 9,01 Euro je Quadratmeter Kaltmiete, für Neubauwohnungen bei 13,42 Euro, wie biallo aus der Auswertung vom 1. Oktober berichtet.
Die Spanne zwischen den Städten bleibt extrem. In München kostet der Quadratmeter im Bestand über 20 Euro, in Leipzig unter 10 Euro; bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung macht das rund 800 Euro Unterschied im Monat. Ein Münchner Neubau dieser Größe kostet im Schnitt 1.930 Euro kalt. Bei der Nachfrage dreht sich der Trend der Pandemiejahre um: In kreisfreien Städten stiegen die Anfragen im Quartal um 7 Prozent, in den Metropolen um 6 Prozent, im Umland und in ländlichen Regionen gingen sie zurück.
Zwei Zahlen ordnen den Markt ein. 2025 wurden rund 206.000 Wohnungen fertiggestellt, etwa 20 Prozent weniger als im Jahr davor; das Angebot wächst also langsamer als die Nachfrage. Und nach Berechnungen des Portals ist in über 300 der mehr als 400 Kreise und kreisfreien Städte die monatliche Belastung beim Kauf nach fünf Jahren niedriger als die Miete oder etwa gleich hoch.
Was das für die Immobilienwirtschaft heißt
Die Rückkehr der Nachfrage in die Städte bei gleichzeitig eingebrochenen Fertigstellungen heißt für Bestandshalter steigende Mieten in den Kernstädten und für das Umland erstmals seit Jahren Vermarktungsaufwand. Für Investoren ist die Kauf-Miete-Rechnung in 300 Kreisen das Verkaufsargument gegenüber Eigennutzern, die bisher abwarten. Wer Neubau plant, sollte die 13,42 Euro als Bundesschnitt lesen; in den Metropolen liegen die Neubaumieten deutlich darüber und tragen auch die gestiegenen Baupreise, im Umland nicht.
Quelle
- biallo: Mietpreise 2026: Wo es günstig ist (ImmoScout24 WohnBarometer Q3 2026) (1. Oktober 2026)biallo.de/baufinanzierung/news/immoscout-wohnbarometer-mietpTier 3
Laut Die Immolage
„Die bundesweite Angebotsmiete für Bestandswohnungen liegt im dritten Quartal 2026 bei 9,01 Euro je Quadratmeter, für Neubau bei 13,42 Euro, meldet das ImmoScout24 WohnBarometer. Zwischen München (über 20 Euro) und Leipzig (unter 10 Euro) liegen bei 70 Quadratmetern rund 800 Euro im Monat. Die Nachfrage verlagert sich zurück in die Städte: plus 7 Prozent in kreisfreien Städten, rückläufig im Umland.“
Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.