Markt & PreiseMeldung
IVD-Wohn-Preisspiegel: Preiskorrektur beendet, Bestandspreise steigen wieder leicht, Eigentum bleibt schwer erreichbar
Der Immobilienverband IVD sieht die große Preiskorrektur am Wohnungsmarkt als abgeschlossen. Nach dem Wohn-Preisspiegel 2026/27, den der Verband am 6. Oktober 2026 vorlegte, haben Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen im Bestand 2025 wieder leicht zugelegt, und der Anstieg setzt sich im ersten Halbjahr 2026 fort. Zugleich bleibt der Zugang zu Wohneigentum wegen hoher Finanzierungshürden schwierig, der Mietmarkt angespannt.
Von Annika Feldhaus, Redaktion Die Immolage: Markt, Regeln, Projekte, Finanzierung, Köpfe der Immobilienwirtschaft

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) erklärt die Preiskorrektur am Wohnungsmarkt für beendet. Nach dem Wohn-Preisspiegel 2026/27, den der Verband am 6. Oktober 2026 veröffentlicht hat, sind die Preise für Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen im Bestand 2025 wieder leicht gestiegen; die Entwicklung hält nach Verbandsangaben im ersten Halbjahr 2026 an. Der Preisspiegel beruht auf Angaben von IVD-Maklern aus mehreren Hundert Städten und bildet Angebotspreise nach Wohnlage und Ausstattung ab.
Gleichzeitig beschreibt der Verband zwei Bremsen. Der Zugang zu Wohneigentum bleibe für viele Haushalte schwierig, weil hohe Finanzierungshürden den Erwerb erschweren; die Bauzinsen lagen im September bei rund 4,2 Prozent und steigen im Oktober. Und der Mietmarkt bleibe angespannt, weil das knappe Angebot den Druck weiter erhöht; in Hamburg meldeten zuletzt alle befragten IVD-Makler einen Nachfrageüberhang.
Der amtliche Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts bestätigt die Richtung mit kleineren Zahlen: plus 0,6 Prozent im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr, mit sinkenden Wohnungspreisen in den Metropolen und steigenden in den übrigen Großstädten.
Was das für Immobilienprofis heißt
Angebotspreise des IVD und Transaktionspreise des Bundesamts erzählen dieselbe Geschichte in verschiedenen Tonlagen: Der Boden ist erreicht, die Dynamik fehlt. Für die Preisgestaltung heißt das, mit regionalen Vergleichswerten zu arbeiten, nicht mit dem Bundesmittel. Wer Eigentümern eine Erholung verspricht, sollte die Zinsprognose daneben legen: Steigende Bauzinsen im Oktober nehmen den Käufern gerade das Budget, das die leicht höheren Preise verlangen.
Quellen
- Architekturblatt: IVD-Wohn-Preisspiegel 2026/27: Kaufpreise stabilisieren sich, Zugang zu Wohneigentum bleibt schwierig, 6. Oktober 2026 (6. Oktober 2026)architekturblatt.de/ivd-wohn-preisspiegel-2026-27-kaufpreiseTier 4
- IVD Bundesverband: Immobilienverband Deutschland (Wohn-Preisspiegel)ivd.net/Tier 2
- Statistisches Bundesamt: Preise für Wohnimmobilien im 2. Quartal 2026: +0,6 % zum Vorjahresquartaldestatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_336_61Primärquelle
Laut Die Immolage
„Der Immobilienverband IVD sieht die große Preiskorrektur am Wohnungsmarkt als abgeschlossen. Nach dem Wohn-Preisspiegel 2026/27, den der Verband am 6. Oktober 2026 vorlegte, haben Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen im Bestand 2025 wieder leicht zugelegt, und der Anstieg setzt sich im ersten Halbjahr 2026 fort. Zugleich bleibt der Zugang zu Wohneigentum wegen hoher Finanzierungshürden schwierig, der Mietmarkt angespannt.“
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