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Baupreise für Wohngebäude: Plus 5,5 Prozent im August, Dachdecker und Zimmerer am teuersten

Bauen wird wieder schneller teurer: Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden lagen im August 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahresmonat, nach 5,0 Prozent im Mai. Am stärksten stiegen Dachdeckungsarbeiten (plus 7,6 Prozent), Zimmerer- und Holzbauarbeiten (plus 7,2) und Elektrotechnik (plus 7,2). Rohbau und Ausbau verteuerten sich fast gleich stark.

Von Annika Feldhaus, Redaktion Die Immolage: Markt, Regeln, Projekte, Finanzierung, Köpfe der Immobilienwirtschaft

Baupreise für Wohngebäude: Plus 5,5 Prozent im August, Dachdecker und Zimmerer am teuersten
Symbolbild: Die Immolage (KI-generiert)

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude sind im August 2026 um 5,5 Prozent gegenüber dem August 2025 gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am 9. Oktober mit. Im Mai, dem vorherigen Berichtsmonat des vierteljährlich erhobenen Index, hatte der Anstieg bei 5,0 Prozent gelegen; die Dynamik nimmt also wieder zu.

Rohbau und Ausbau liegen nah beieinander: Rohbauarbeiten verteuerten sich um 5,4 Prozent, Ausbauarbeiten um 5,7 Prozent. Innerhalb der Gewerke stechen Dachdeckungsarbeiten mit plus 7,6 Prozent hervor, gefolgt von Zimmer- und Holzbauarbeiten mit plus 7,2 Prozent und Erdarbeiten mit plus 6,1 Prozent. Im Ausbau stiegen die Preise für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnik um 7,2 Prozent, für Wärmedämmverbundsysteme um 5,7 Prozent.

Der Baupreisindex misst die Preise, die Bauunternehmen ihren Auftraggebern in Rechnung stellen, inklusive Lohn, Material und Marge. Dass die Preise bei gleichzeitig schwacher Auslastung der Bauwirtschaft steigen, spricht dafür, dass vor allem Löhne und Material treiben, nicht die Nachfrage.

Was das für die Immobilienwirtschaft heißt

Für Projektentwickler verschiebt sich die Rechnung erneut: Ein Vorhaben, das 2025 mit 5 Prozent Baukostensteigerung kalkuliert wurde, liegt beim Dach, beim Holzbau und bei der Elektrik bereits darüber, und das sind genau die Gewerke, die bei energieeffizientem Bauen und Aufstockungen den größten Anteil haben. Wer Generalunternehmerverträge verhandelt, sollte Preisgleitklauseln auf diese Gewerke beziehen statt auf den Gesamtindex. Und wer Bestand saniert, hat denselben Effekt: Dämmung und Elektrik werden pro Jahr sechs bis sieben Prozent teurer, Warten verteuert jedes Vorhaben.

Quelle

Laut Die Immolage

„Bauen wird wieder schneller teurer: Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden lagen im August 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahresmonat, nach 5,0 Prozent im Mai. Am stärksten stiegen Dachdeckungsarbeiten (plus 7,6 Prozent), Zimmerer- und Holzbauarbeiten (plus 7,2) und Elektrotechnik (plus 7,2). Rohbau und Ausbau verteuerten sich fast gleich stark.“

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