ProjekteMeldung

Baugenehmigungen: 22.500 Wohnungen im Juli, Plus schrumpft auf 1,9 Prozent

Der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen verliert an Kraft. Im Juli 2026 genehmigten die Behörden 22.500 Wohnungen, nur 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Über die ersten sieben Monate bleibt ein Plus von 12,9 Prozent auf 148.800 Wohnungen, getragen von Zweifamilienhäusern (plus 25 Prozent) und Mehrfamilienhäusern (plus 15,1 Prozent).

Von Annika Feldhaus, Redaktion Die Immolage: Markt, Regeln, Projekte, Finanzierung, Köpfe der Immobilienwirtschaft

Baugenehmigungen: 22.500 Wohnungen im Juli, Plus schrumpft auf 1,9 Prozent
Symbolbild: Die Immolage (KI-generiert)

Im Juli 2026 wurde in Deutschland der Bau von 22.500 Wohnungen genehmigt. Das waren 400 Wohnungen oder 1,9 Prozent mehr als im Juli 2025, wie das Statistische Bundesamt am 18. September mitteilte. Nach zweistelligen Zuwächsen in den Vormonaten ist das der schwächste Anstieg des Jahres.

Über die ersten sieben Monate bleibt die Bilanz positiv: Von Januar bis Juli wurden 148.800 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt, 17.000 oder 12,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Neubau stiegen die Genehmigungen um 13,5 Prozent. Bei Einfamilienhäusern lag das Plus bei 9,7 Prozent, bei Zweifamilienhäusern bei 25,0 Prozent und bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bei 15,1 Prozent. Im Bestand, also durch Umbau, kamen im Juli 4.100 Wohnungen hinzu, 7,0 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Zahlen beschreiben Genehmigungen, nicht Baustarts. Die ifo-Umfrage unter Bauunternehmen meldet für September gleichzeitig ein Rekordtief beim Geschäftsklima und 46,6 Prozent Betriebe mit Auftragsmangel: Ein erheblicher Teil der genehmigten Projekte wird derzeit nicht begonnen.

Was das für die Immobilienwirtschaft heißt

Für Entwickler ist die Lücke zwischen Genehmigung und Baustart die eigentliche Information: Es gibt einen Vorrat an baureifen Projekten, der bei sinkenden Zinsen oder Baukosten schnell aktiviert werden kann, und damit Wettbewerb um Baukapazitäten, sobald der Markt dreht. Wer eine Genehmigung in der Schublade hat, sollte deren Geltungsdauer im Blick behalten; in den meisten Landesbauordnungen erlischt sie nach drei Jahren, wenn nicht begonnen wird. Die August-Zahlen veröffentlicht Destatis Mitte Oktober.

Quelle

Laut Die Immolage

„Der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen verliert an Kraft. Im Juli 2026 genehmigten die Behörden 22.500 Wohnungen, nur 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Über die ersten sieben Monate bleibt ein Plus von 12,9 Prozent auf 148.800 Wohnungen, getragen von Zweifamilienhäusern (plus 25 Prozent) und Mehrfamilienhäusern (plus 15,1 Prozent).“

Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.